Sepp Herberger-Stiftung
Durch den Fußball einen sozialen Beitrag für die Gesellschaft zu leisten – diesem Zweck dient die vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) ins Leben gerufene Sepp Herberger-Stiftung. Schwerpunkte der ältesten Stiftung im deutschen Fußballsport, die der DFB noch gemeinsam mit dem ehemaligen Bundestrainer Sepp Herberger vor 40 Jahren im Jahr 1977 initiierte, sind die Förderung des Fußballs in den Schulen und Vereinen, im Behindertensport sowie, als Hilfe zur Resozialisierung, in Justizvollzugsanstalten. Zudem unterstützt die Organisation Menschen im Fußball, die unverschuldet in Not geraten sind.

Seit Bestehen hat die Sepp Herberger-Stiftung mehr als 20 Millionen Euro für soziale Maßnahmen und Projekte im Fußball bereitgestellt. „Unser Ziel ist im Sinne von Herberger, die integrative Kraft des Fußballs für das gesellschaftliche Leben zu nutzen“, so Stiftungsgeschäftsführer Tobias Wrzesinski. Unterstützung erfährt die Stiftung zur Erfüllung ihres Satzungsauftrages von ehemaligen Weggefährten Herbergers. Einer der ersten war Fritz Walter, Mannschaftskapitän der Weltmeisterschaftsmannschaft von 1954, der als Repräsentant der Stiftung bis zu seinem Tod im Jahr 2002 die Stiftung vertrat.

Heute bewahren Uwe Seeler, Ehrenspielführer der Nationalelf und Horst Eckel, der jüngste „Held“ von Bern, das Erbe ihres großen Mentors und engagieren sich seit vielen Jahren in der Stiftung. Mit Oliver Kahn, Wolfgang Dremmler, Jens Nowotny, Ottmar Hitzfeld, Nadine Keßler und Tina Theune sind weitere Botschafter für die Stiftung aktiv.

Ein Beitrag für ein humaneres Leben

Dem Vorstand und Kuratorium gehören Führungspersönlichkeiten des DFB und des öffentlichen Lebens an. Vorstandsvorsitzender ist Eugen Gehlenborg, DFB-Vizepräsident für sozial- und gesellschaftspolitische Fragen, den Vorsitz im Kuratorium bekleidet Hermann Korfmacher, Präsident des Westdeutschen Fußballverbandes.

Der frühere ZDF-Sportchef Dieter Gruschwitz gehört ebenso zum Kuratorium wie der ehemalige Bundesminister Dr. Rudolf Seiters, DFB-Präsident Reinhard Grindel, DFB-Generalsekretär Dr. Friedrich Curtius oder Otto Rehhagel, einer der erfolgreichsten Fußballtrainer aller Zeiten. Der bundesweite Fußball-Wettbewerb der Werkstätten für behinderte Menschen genießt bei der DFB-Stiftung einen großen Stellenwert, wie der Vorsitzende, DFB-Vizepräsident Gehlenborg deutlich macht: „Wir begreifen die beeinträchtigten Sportler als ‚Fußballer‘ und möchten ihnen die Möglichkeiten bieten, in den organisierten Fußballstrukturen ihren Sport treiben zu können.“