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Hannoversche Werkstätten gewinnen Deutsche Meisterschaft

Meldung vom 06.09.2018
Der neue Deutsche Meister der Werkstätten für behinderte Menschen steht fest. Die Hannoverschen Werkstätten aus Niedersachsen setzten sich in einem lange spannenden und hochklassigen Endspiel mit 7:6 (1:1) gegen die BWB – Berliner Werkstätten für Menschen mit Behinderung durch. Damit sicherte sich das Team aus Niedersachen zum ersten Mal den Titel. Zur Meisterehrung reiste unter anderem der frühere Nationalspieler Wolfgang Dremmler an.
Vor den Augen von Vize-Weltmeister Dremmler lieferten sich die beiden Finalteilnehmer einen intensiven Kampf – mit spielerischen Vorteilen für die Berliner. Aber Hannover stand sicher und setzte auf schnelle Gegenstöße. Am Ende der regulären Spielzeit stand es dann 1:1. Damit musste die Partie im 8-Meter-Schießen entschieden werden. Hier zeigten sich beide Teams treffsicher, bis dann schließlich der Hannoveraner Torhüter den letzten und entscheidenden Strafstoß parierte und damit seinem Team den Titel sicherte.

Den dritten Platz erreichte der Vorjahresmeister der Werkstätten aus Rendsburg-Eckernförde. Sie besiegten im „kleinen Finale“ mit das Team des Behinderten-Werks Main-Kinzig (Hessen) deutlich mit 7:1. Den Fair-Play-Preis erhielt das Team der Freckenhorster Werkstätten aus Nordrhein-Westfalen, deren Trainer, Betreuer und Spieler sowohl auf als auch neben dem Platz ein hervorragendes Verhalten an den Tag legten.

Bei der Siegerehrung übergab Dremmler, der sich seit dem Jahr 2012 als Botschafter für die Sepp-Herberger-Stiftung engagiert, die begehrte Meisterplakette des Deutschen Fußball-Bundes. Deutschlands älteste Fußballstiftung veranstaltet seit 19 Jahren gemeinsam mit der Bundesarbeitsgemeinschaft Werkstätten für behinderte Menschen, dem Deutschen Behindertensportverband und Special Olympics Deutschland das bundesweit größte Fußballturnier für geistig-behinderte und psychisch-kranke Werkstatt-Beschäftigte. „Es ist großartig zu sehen, mit welcher Freude und Leidenschaft die Sportler hier dabei sind. Hier spürt man, dass es im Fußball keine Barrieren gibt und man gemeinsam Erfolge erzielen kann“, so Dremmler. Neben Dremmler überreichten Tobias Wrzesinski, Geschäftsführer der Sepp-Herberger-Stiftung, Martin Berg, Vorsitzender der Bundesarbeitsgemeinschaft Werkstätten für behinderte Menschen (BAG WfbM), Frank-Thomas Hartleb, Sportdirektor Deutscher Behindertensportverband, und Gerhard Stiens, 1. Vorsitzender Special Olympics NRW, die Pokale und Medaillen an die teilnehmenden Teams.

Alle Ergebnisse des diesjährigen Turniers finden Sie hier.

Im kommenden Jahr findet die Deutsche Meisterschaft vom 16. bis 19. September 2019 in der Sportschule Wedau in Duisburg statt.

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